Wir investieren in das Wiener Biotech-Unternehmen AFFiRiS, ..
Im Oktober 2008 haben wir mit AFFiRiS den bisher größten Lizenzdeal in der Geschichte Österreichs abgeschlossen. Je nach Erfolg erhält AFFiRiS bis zu 430 Mio. € zur Erforschung von Alzheimer-Impfstoffen. Das Besondere an den Impfstoffen ist die AFFITOME-Technologie: die zu bildenden Antikörper können zwischen gesunden und krankmachenden Formen des Betaamyloids unterscheiden und greifen nur die schädliche Form an. Die klinischen Studien lassen geschätzte 60.000 - 80.000 Alzheimer-Patientinnen und Patienten in Österreich hoffen.
.. sponsern den Otto Loewi Preis in Österreich, ..
Otto Loewi und einer unserer Forscher, Henry Hallet Dale, haben 1936 für ihre Entdeckungen bei der chemischen Übertragung der Nervenimpulse den Nobelpreis erhalten. Wir sponsern seit langem den Otto Loewi Preis zur Anerkennung von herausragenden Leistungen von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Hirnforschung. Im Jahr 2007 wurde der prestigeträchtige Preis von der Austrian Neuroscience Association an den Wiener Neuropharmakologen Dr. Harald Sitte verliehen.
Dr. Sitte (geboren 1967) arbeitet am Institut für Pharmakologie der Medizinischen Universität Wien. Der Kernpunkt seiner auf anspruchsvollen biochemischen, optischen, elektrophysiologischen, und molekularbiologischen Techniken basierenden Arbeit umfasst Eigenschaften von Neurotransmitter-Transportern. Es sind dies Proteine, die an synaptischen Strukturen konzentriert und dort für eine rasche Entfernung von Neurotransmittern (neuronalen Botenstoffen) verantwortlich sind. Nervenzellen setzen bei jeder elektrischen Erregung derartige Botenstoffe an ihren Endigungen (Synapsen) frei. Die biologische Bedeutung zeigt sich in Tiermodellen (z.B. Mäusen, bei denen die Proteine gentechnisch ausgeschaltet werden) oder nach Blockade der Transporter durch eine Reihe von Substanzen.
Dr. Sitte und seine Mitarbeiter konnten zeigen, dass Transporter Makro-Komplexe aus mehreren Molekülen bilden müssen, um in die Zellmembran eingebaut zu werden. Wird die Bildung solcher Komplexe, z.B. durch Punktmutation, verhindert, dann werden die Proteine in den Zellen zurückgehalten und abgebaut, bevor sie die Oberfläche (Zellmembran) erreichen können.
Dr. Sitte: „Unsere Arbeit zielt auf ein profundes Verständnis der molekularen Eigenschaften der Transporter. Diese Proteine regeln die freie Konzentration der Botenstoffe und sorgen damit für ein exaktes Funktionieren des komplizierten Netzwerkes der Nervenzellen. Je mehr wir über Struktur und Funktion der Transporter wissen, desto eher wird es gelingen, hoch effiziente und spezifische Medikamente gegen so beeinträchtigende Erkrankungen wie die Depression zu finden“.
Professor Friedrich G. Barth, Präsident der Austrian Neuroscience Association kommentiert den von dem Pharma-Unternehmen GlaxoSmithKline gesponserten Preis: “Dr. Sitte’s Erkenntnisse sind im Spitzenfeld neurochemischer und neuropharmakologischer Forschung angesiedelt. Seine Arbeit hat gezeigt, dass wir von Neurotransmitter Transportern in Zukunft mehr erwarten können als lediglich Angriffspunkt für Suchtmittel wie Kokain, Amphetamin, oder Ecstasy zu sein“.
.. fördern die Diabetesforschung in Europa ..
Unter Beteiligung der European Foundation for the Study of Diabetes (EFSD) haben wir in den Jahren 2007 und 2008 maßgeblich in die Diabetesforschung in Europa investiert. Unter zahlreichen Projekten wurden zehn Antragsteller ausgewählt, die jeweils einen einen Zuschuss in Höhe von 100.000,- € erhalten. Unter ihnen war im Jahr 2007 Professor Michael Roden, Vorstand der 1. Medizinischen Abteilung vom Hanusch Krankenhaus, Wien.
Die Partnerschaft zwischen EFSD und GSK wurde gestartet, um Studien zur metabolischen Dysfunktion bei Typ 2 Diabetes und Forschungsprojekte im non-profit-Bereich zu fördern. Für die Entscheidung der Fachjury - einem externen Komitee von unabhängigen Experten – waren die Qualität und die Signifikanz der vorgeschlagenen Studien ebenso entscheidend wie deren Relevanz für Diabetes mellitus.
„Wissenschaftler können anhand dieses Programms die Stärke und den Wert von Partnerschaften zwischen EFSD, einer Spendenorganisation im non-profit-Bereich, und einem bedeutenden Pharmaunternehmen wie GSK erkennen“, so Philippe Halban, Vorsitzender von EFSD. „Wir begrüßen die verstärkten Investitionen in die Erforschung der metabolischen Toxizität für ein besseres Verständnis von Typ 2 Diabetes. Die Ergebnisse der Studien können zu besseren Therapieoptionen für diese verheerende Krankheit führen.
.. und arbeiten auf internationaler Ebene mit mehr als 800 Partnern zusammen.
Im Laufe der Zeit haben sich immer mehr Partnerschaften entwickelt, so dass wir weltweit mittlerweile in mehr als 800 Projekten mit Forschern, Universitäten und sonstigen Institutionen kooperieren.
Um die Forschung voranzutreiben, und die beste Wissenschaft „von egal woher“ zu fördern, haben wir CEEDD gegründet, das Center of Excellence for External Drug Discovery. Klingt kompliziert, ist aber genau das Gegenteil: es handelt sich um ein kleines, unternehmerisch geführtes Forschungszentrum, das rasch und selbständig entscheiden kann. Auch darüber, mit welchen externen Forschungs- und Entwicklungorganisationen es zusammenarbeitet. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung von neuen, innovativen Medikamenten – und das so rasch wie möglich.