Österreich

Narkose und Schmerz

Anästhesie bedeutet Empfindungslosigkeit bzw. Betäubung. Bekannter ist die Anästhesie unter der Bezeichnung Narkose. Narkose meint eigentlich einen schlafähnlichen Zustand, die Allgemeinanästhesie. Es gibt drei Formen der Anästhesie: Die Lokal-, Regional- und Allgemeinanästhesie.

Das Anästhesie-Team, also Ärztinnen und Ärzte sowie das Fachpflegepersonal, hat das Ziel, die Operation und bestimmte Untersuchungen so sicher wie möglich zu gestalten, während des Eingriffs für die Ausschaltung des Schmerzes zu sorgen, Atmung und Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Schmerzen sind eine besonders wichtige Wahrnehmung. Sie warnen unseren Körper vor Schädigungen. Operationsschmerzen sind künstlich hervorgerufen. Sie haben keinen warnenden Signalcharakter und müssen deshalb nicht ertragen werden. Sehr starke Schmerzen sind zudem schädlich. Sie können den Heilungsprozess verzögern. Die Schmerzbehandlung ist ein wichtiges Anliegen aller behandelnden Ärzte und Pflegekräfte.

Nach einer schwierigen und langen Operation kann es notwendig sein, Patienten auf die Intensivstation zu verlegen. Dies geschieht entweder zur lückenlosen Überwachung oder zur Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Körperfunktionen. Auch hier spielt die Schmerzausschaltung eine wesentliche Rolle.

In diesem Zusammenhang kommen zur Schmerzausschaltung (Analgesie) u.a. Opioide und zur Muskelerschlaffung die Muskelrelaxantien zum Einsatz.

Opioide entfalten ihre analgetische Wirkung vorrangig im zentralen Nervensystem und hemmen sowohl das physische wie auch das emotionale Schmerzempfinden.

Durch ihre muskelerschlaffende Wirkung verhindern die Muskelrelaxantien Schutzreflexe des Patienten (z.B. Husten) und erleichtern so das chirurgische Vorgehen.

Operationsschmerzen sind künstlich hervorgerufen - sie haben keinen warnenden Signalcharakter und müssen deshalb nicht ertragen werden

Operationsschmerzen sind künstlich hervorgerufen - sie haben keinen warnenden Signalcharakter und müssen deshalb nicht ertragen werden.