Diabetes
Diabetes = Zuckerkrankheit: Was ist das?
Unter Diabetes mellitus, der so genannten Zuckerkrankheit, versteht man eine dauerhafte Störung des Zuckerstoffwechsels.
Bei Diabetes Typ-1 wird vom Körper nicht genügend eigenes Insulin (= zucker-abbauender körpereigener Stoff) gebildet.
Bei Diabetes Typ-2 ist zwar genügend Insulin vorhanden, es wirkt aber nicht ausreichend.
Beide Formen führen zu erhöhten Zuckerspiegeln im Blut. Diabetes Typ-2 ist die häufigere Erkrankung. Bei unzureichender Behandlung kommt es zu Folgekrankheiten, die auch lebensbedrohlich sein können: werden die kleinen Blutgefäße geschädigt, können sich Folgen bis hin zu Nierenversagen und Erblinden entwickeln. Bei Schädigung der großen Blutgefäße drohen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Die beste Medizin gegen Typ-2 Diabetes ist eine gesunde Ernährung und viel Bewegung. Viele Diabetikerinnen und Diabetiker sind übergewichtig und könnten durch einige Kilo Gewichtsabnahme ihre Blutzuckerwerte stark verbessern. Zusätzliche Unterstützung geben Medikamente, die den Blutzucker senken.
Diabetes ist eine fortschreitende Erkrankung, weil die körpereigene Insulinproduktion im höheren Lebensalter immer weiter abnimmt. Deshalb müssen regelmäßig Kontrollen durchgeführt und die Medikamente angepasst werden. Am Anfang reicht oft ein Medikament aus, später wird meistens ein weiteres dazu gegeben. Erst wenn durch Tabletten keine Verbesserung mehr erreicht werden kann, werden Typ-2 DiabetikerInnen auf Insulin eingestellt, das dann lebenslang gespritzt werden muss.