Man weiß heute, dass es nicht einzelne Faktoren oder ein bestimmtes Gen sind, die zur Erkrankung führen. In den meisten Fällen treffen mehrere Auslöser aufeinander, die eine Rolle spielen können:
Vererbung und Gene
Wenn jemand in der Familie an einer Depression leidet, erhöht sich das Risiko, selbst zu erkranken. Ist ein Elternteil betroffen, so beträgt die Wahrscheinlichkeit für das Kind 15 %; sind beide Elternteile erkrankt bis zu 50%.
Botenstoffe im Gehirn
Ein Mangel der Botenstoffe Serotonin, Noradrenalin und Dopamin bzw. eine gestörte Signalübertragung an deren Schaltstellen im Gehirn, sind für die Entstehung einer Depression mitverantwortlich. Moderne Medikamente können die Konzentration der Botenstoffe positiv beeinflussen und so das Auftreten der Depressionssymptome hintanhalten.
Andere Krankheiten
Chronische Erkrankungen wie z.B. Herzkrankheiten, Schlaganfall, Zuckerkrankheit, Osteoporose, eine Parkinson- oder Alzheimer-Erkrankung und unterschiedliche Formen chronischer Schmerzen können Depressionen zugrunde liegen. Die regelmäßige ärztliche Untersuchung beugt nicht nur vielen Erkrankungen vor, sondern trägt auch wesentlich dazu bei, Depressionen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.