Brechdurchfall/Rotavirus
Rotavirus Brechdurchfall - fast alle Kleinkinder sind betroffen
Rotaviren sind weltweit, auch in Österreich, die häufigsten Erreger von Brechdurchfall bei Kleinkindern unter 2 Jahren. Jedes Kind hat bis zum 5. Lebensjahr zumindest einmal Rotavirus-Brechdurchfall durchgemacht - unabhängig von hygienischen Verhältnissen und sozialer Herkunft.
In Österreich mussten vor Aufnahme des Impfstoffes in das Gratiskinderimpfkonzept jährlich ca. 3.800 Kinder wegen einer Rotavirus-Infektion im Krankenhaus aufgenommen werden. Rotaviren sind hochansteckend und sehr umweltstabil. Die Übertragung geschieht vor allem durch Schmutz- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch. Auch eine Tröpfcheninfektion ist möglich, beispielsweise über Niesen, Husten und durch Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen der Rotavirus Erkrankung sind Erbrechen, Durchfall und Fieber. Sie treten meist nach einem halben bis vier Tagen nach Kontakt mit dem Virus auf. Eine überstandene Rotavirus- Infektion schützt nicht vor weiteren Rotavirus-Infektionen. Diese verlaufen allerdings in der Regel leichter.
Seit 2006 steht in Österreich eine Schluckimpfung zur Vorbeugung von Rotavirus-Brechdurchfall zur Verfügung. Die erste Schluckimpfung sollte bereits ab der 6. Lebenswoche gegeben werden, die zweite bzw. dritte (je nach Impfstoff) mit einem Mindesabstand von 4 Wochen zur hervorgehenden Schluckimpfung. Die Schluckimpfung schützt die Kleinen frühestmöglich vor rotavirusbedingte Magen-Darm-Infektionen.

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