Asthma/COPD
Asthma
Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit einer Überempfindlichkeit und einer Verengung der Luftwege einhergeht. In den letzten Jahren hat sich das Wissen um die Vorgänge beim Asthma vertieft. Heute gehen Expertinnen davon aus, dass eine Entzündung im Zentrum der Erkrankung steht. Verschlechterungen können im Rahmen von sportlicher Betätigung, Rauch, Pollen, aber auch durch besonders kalte Temperaturen ausgelöst werden.
Durch ein Zusammenziehen der Muskulatur der Atemwege kommt es zu einer Verengung der Atemwege (Bronchokonstriktion). Die Schleimhaut, die die Bronchien auskleidet, schwillt an. Eine vermehrte Schleimbildung verlegt die Atemwege zusätzlich. Das Atmen wird erschwert und es dringt zu wenig Luft in die Lungen ein.
Bei langjährigem Bestehen der Erkrankung und nicht ausreichender Asthma-Behandlung kann ein Umbau der Bronchien erfolgen, so dass die volle Funktionsfähigkeit der Atemwege auf Dauer eingeschränkt bleibt.
Es gibt Medikamente zur Entkrampfung der Bronchialmuskulatur, die rasch wirken, um wieder Luft zu bekommen. Andere Präparate zur Entzündungshemmung sowie die Kombination aus Bronchienerweiterer und Entzündungshemmer werden für die Dauerbehandlung empfohlen.
COPD
Die Abkürzung COPD (chronic obstructive pulmonary disease) ist der medizinische Sammelbegriff für die beiden Krankheitsbilder chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphysem. COPD ist eine ernstzunehmende chronische Erkrankung, die eine angemessene und effektive Therapie erfordert.
In Österreich sind 10% der erwachsenen Bevölkerung über 40 Jahre betroffen und etwa 400.000 Österreicherinnen und Österreicher haben eine fortgeschrittene behandlungspflichtige COPD. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.
Die Hauptursache dieser Erkrankung ist Zigarettenrauchen; 9 von 10 COPD Patientinnen und Patienten rauchen oder haben früher geraucht. Durch die regelmäßige Inhalation von schädlichen Substanzen aus dem Zigarettenrauch entsteht eine dauerhafte Entzündung in der Lunge. Dadurch produzieren die Bronchien mehr und zäheren Schleim und die Schleimhaut der Atemwege wird mit der Zeit dicker. Letztendlich wird durch diese Verengung der Atmwege das Atmen erschwert.
Im Unterschied zu Asthma ist die Verengung der Atemwege dauerhaft und nicht variabel. Auch die Therapie der beiden Erkrankungen ist unterschiedlich.
Regelmäßiger Husten, besonders stark in der Früh (auch wenn kein Infekt vorliegt).
Regelmäßiges Abhusten von Schleim.
Atemnot (Kurzatmigkeit) bei körperlicher Anstrengung oder bei Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen, Einkaufen, etc.
Ihr Lungenfacharzt oder auch Ihr praktischer Arzt wird bei Verdacht auf COPD eine Lungenfunktionsmessung durchführen, die sehr einfach und schmerzlos ist. Die richtige Behandlung kann sowohl die Symptome verbessern als auch den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen.
Weitere Informationen:
Unser Asthma-Tagebuch und unsere Patientenbroschüren zu den Themen Inhalatives Kortison, Asthma-Anfall und COPD können Sie hier herunterladen.