Österreich

8. Men's Health World Congress:
Aufklärungsbedarf in der Männergesundheit

- Männerthemen von Depression bis Prostatabeschwerden
- Bei BPH Umdenken von Ärzten notwendig

Die österreichische Wirtschaft wird von Leitbetrieben getragen und profitiert von deren Erfolgen und ihrem Image. Durch einen gemeinsamen Auftritt soll die Rolle Österreichs als führendes Kompetenzzentrum für verschiedene Bereiche (wie z.B. Gesundheit) gefestigt werden. GSK Österreich mit Sitz in Wien Auhof wurde im Dezember 2010 als Leitbetrieb der Gesundheitswirtschaft zertifiziert.

Von 2. bis 5. Oktober fand im Austria Center Vienna der multidisziplinäre Männergesundheits-Kongress mit Themen wie Urologie, Kardiologie, Endokrinologie, Onkologie, Sexualmedizin, geistige Gesundheit, Primärversorgung, Gesundheitspolitik, Aufklärung und (Anti-)Aging statt.

Die Gesellschaft hinter dem Kongress war die International Society of Men's Health (ISMH), die als einzige globale Organisation klinische, wissenschaftliche und politische Aspekte der Männergesundheit unter einem Dach vereint.

Mission der Gesellschaft ist es1:
- den Austausch zwischen den verschiedensten Fachrichtungen zu fördern und so gegenseitig zu lernen
- dem Thema Männergesundheit den höchsten Grad an Expertise entgegenzubringen
- den Kongress zu nutzen um die Gesundheitsversorgung bei Männern zu verbessern.

Gerade der letzte Punkt spiegelte sich auch lebhaft in allen Themenblöcken wider: Ob bei Vorträgen zur erektilen Dysfunktion oder bei der Präsentation der neuesten Daten aus der Prostatakrebsforschung - eines war klar: In Sachen Gesundheitsvorsorge und -awareness herrscht beim starken Geschlecht definitiv Aufholbedarf.

Beispielsweise zeigte eine Online-Umfrage mit mehr als 1.000 europäischen Männern im Alter von 50+, dass Männer es vermeiden, über lästige Harnwegsymptome zu sprechen, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können2 und oft mit einer häufig auftretenden Erkrankung, der benignen Prostatahyperplasie (BPH),3 zusammenhängen.
Als Hauptgrund für das Nichteinholen eines ärztlichen Rates wurde dabei angegeben, dass lästige Harnwegsymptome ein unvermeidlicher Teil des Älterwerdens sind (dies wurde von 64 % der Befragten berichtet).
Im Durchschnitt warten Männer fast zwei Jahre (23 Monate) bevor sie wegen ihrer Harnwegsymptome einen Arzt aufsuchen.

Aufklärungsbedarf bei Ärzten im Sinne der Patienten

Dass bei dem Thema der benignen Prostatahyperplasie aber nicht nur auf Patientenseite, sondern auch bei den behandelnden Ärzten Aufklärungsbedarf gegeben ist, zeigte ein Symposium am zweiten Kongresstag:

Unter Vorsitz von Dr. Carson (internationaler Experten im Bereich Prostata) und Primarius Clemens Brössner (Leiter der Urologischen Abteilung Krankenhaus Göttlicher Heiland, Wien) fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „State of the Art bei der Behandlung von BPH“ statt.

In diesem Rahmen richtete Dozent Madersbacher (Urologische Abteilung SMZ Ost, Wien) ein Plädoyer an seine Kollegen: Aktuelle Studiendaten zu BPH4 zeigen ganz klar, dass bei Patienten mit einem erhöhtem BPH Progressionsrisiko (definiert durch ein Prostatavolumen über 40cc) die Monotherapie mit einem Alphablocker nicht ausreicht.

So erlitten in der CombAT Studie nach 4 Jahren unter Tamsulosin Alphablockertherapie 10,7 % der Männer mit einem Prostatavolumen zwischen 42 und 58cc eine BPH Komplikation (BPH bedingte Operation oder akuter Harnverhalt), über 58cc sogar schon 18,4 %. Im Vergleich dazu traf dieses Schicksal nur 3,4 % bzw. 5,6 % der Patienten, die eine Kombinationstherapie aus 5 Alpha-Reduktasehemmer Dutasterid und Alphablocker Tamsulosin erhalten haben.

Auch bei der Symptomverbesserung war die Kombinationstherapie bei diesen Patienten signifikant überlegen.

Im Gegensatz zu den harten Studiendaten weist Dozent Madersbacher auf den derzeitigen Therapiestandard hin: „Internationale Zahlen zeigen uns, dass noch immer fast drei Viertel der BPH Patienten mit Alphablocker, meist in Monotherapie, behandelt werden. Dies spiegelt in keinster Wiese die aktuellen Erkenntnisse wider. Ein Umdenken im Sinne der Patienten ist hier dringend von Nöten.“

Multimedia-Unterlagen zur internationalen BPH Umfrage finden Sie unter
www.ismh.org/en/press-corner/
Allgemeine Informationen zu Prostata finden Sie unter www.prostata-info.de.

Referenzen

1 www.ismh.org
2 The BPH survey: a male perspective. Market research undertaken by Kantar Healthcare, an independent market research company that specialises in medical and pharmaceutical studies, on behalf of GlaxoSmithKline (GSK); Summer 2011; 1,161 men over 50 years of age across France, Germany, Italy, Spain and the United Kingdom completed an online survey as part of the Health and Wellness Survey. Data on file.
3 Banks I, Mayor S, Meryn S. Talking prostates. Journal of Men's Health. 2010; 7: 221-226.
4 Roehrborn CG et al. Wuro Urol 2010; 57:123-31

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AT/OTH/0053/14, Nov14