Österreich

08. Juli 2011

GSK öffnet Forschungslabor für externe Wissenschaftler zur Erforschung von Krankheiten in Entwicklungsländern

Speziallabor von GSK in Tres Cantos, Spanien, Innovativer Ansatz zur Förderung globaler Zusammenarbeit.

Acht Forscher von sechs medizinischen Forschungsorganisationen aus vier Ländern haben im Juni 2011 mit Forschern von GlaxoSmithKline im „Offenen Labor“ von GSK in Tres Cantos/Spanien zu arbeiten begonnen. GSK will damit die weltweite Forschung im Kampf gegen Krankheiten in Entwicklungsländern - wie Malaria und resistente Tuberkulosestämme - fördern.

2010 hat GSK die geplante Zusammenarbeit der eigenen Forscher mit externen Wissenschaftlern zur Entwicklung von Medikamenten im auf Krankheiten in Entwicklungsländern spezialisierten GSK-Labor außerhalb von Madrid angekündigt. Dadurch erhalten Forscher von Universitäten, Non-Profit-Organisationen und andere Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, gemeinsam mit rund 120 GSK Forschern zu arbeiten und dabei von deren aktuellem Fachwissen und dem neusten Stand der Technik zu profitieren.

„Die Herausforderung, die Gesundheit in Entwicklungsländern zu verbessern, ist enorm und für einzelne Organisationen oder Unternehmen viel zu komplex. Erfolg setzt kreatives Denken voraus und die Identifizierung von neuen Wegen für die Zusammenarbeit von Industrie, Hochschulen, NGO´s und Regierungen“ sagt Nick Cammack, Senior Vizepräsident und Leiter des Tres Cantos Forschungscampus. „Wir stehen vollständig hinter diesem Projekt, dessen Start ein bedeutender Schritt vorwärts ist in eine neue, offenere Annäherung, um die Erforschung von neuen Medikamenten gegen tödliche Krankheiten in Entwicklungsländern zu fördern.“

Die Hälfte dieser Projekte wird direkt von der Tres Cantos Open Lab Foundation gefördert, einer von GSK gegründeten und mit 6 Mio. € Kapital ausgestatteten Non-Profit Organisation, um entsprechende Forschungsprojekte zu unterstützen.

Unter den aktuellen Projekten ist eines zur Identifizierung und Optimierung von Wirkstoffen, die gegen multiresistente Tuberkulosestämme getestet werden könnten. Es gibt drei weitere Projekte gegen Malaria, darunter eines, bei dem ein potentieller Wirkstoff aus dem Chemielabor von GSK überprüft wird, sowie einen neuen Forschungsansatz gegen Leishmaniose verursachende Parasiten.

„Das ist ein innovatives Model für die Zusammenarbeit in der Forschung, mit dem Potential eines entscheidenden Wandels der Medizin in den Entwicklungsländern“, sagt Professor Sir Leszek Borysiewicz, Beauftragter und Präsident des Aufsichtsrats der Tres Cantos Open Lab Foundation und Vizekanzler der Universität Cambridge.

Über die Projekte:

iThemba Pharmaceuticals: Ein 6-Monats-Projekt zu Erforschung von potenziellen neuen Wirkstoffen gegen Tuberkulose, im speziellen gegen multiresistente Bakterienstämme und bei Co-Infektion mit HIV/AIDS.

CRESIB, Spanien (The Barcelona Centre for International Health Research): Ein 2-Jahres-Projekt, um die kontinuierliche Versorgung mit Malaria P. vivax Parasiten im Blutstadium zu sichern. Bei Erfolg bedeutet dieses Projektes einen technologischen Durchbruch zur weiteren Erforschung von P.Vivax.

CICbioGUNE, Spanien: Ein 18-Monats-Projekt zur Charakterisierung des Profils von mit multiresistenten Tuberkulosestämmen und dem Malariastamm. P. falciparum infizierten Zellen.

Durham University, England: Ein 9-Monats-Projekt zur Identifizierung von möglichen Wirkstoffen gegen Parasiten der Klasse Kinetoplastida.

Weill Cornell Medical College, Amerika: Dieses 24-Monats-Projekt ist der Versuch, mögliche Wirkstoffe gegen sowohl nicht-resistente, multiresistente als auch resistente Tuberkulose Stämme (MDR, XDR) in der Nicht-Wachstumsphase zu identifizieren.

Imperial College London, Drug Discovery Centre and The Wellcome Trust Sanger Institute: ein 2-Monats-Projekt zur Identifizierung von CDPK (calcium dependent protein kinase) Inhibitoren unter den 13.500 Wirkstoffen die von GSK als wachstumshemmend bei P.falciparum identifiziert wurden.

Über die Tres Cantos Open Lab Foundation: Die Tres Cantos Open Lab Foundation konzentriert sich auf die Finanzierung und Unterstützung von Forschern, Hochschulen und Institutionen, um neue Ideen zu entwickeln und voranzutreiben, die zu neuen Medikamenten gegen Krankheiten in Entwicklungsländern führen könnten. Forscher sind eingeladen, Projekte zur Finanzierung und Zusammenarbeit einzureichen, diese werden vom Aufsichtsrat und Präsidenten bewertet.


GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht.

Ansprechpartner:
Dipl.-Kffr. Martha Bousek
Corporate Communications & Public Affairs
Tel. 01/970 75-501
martha.bousek@gsk.com

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Key Facts zu GSK weltweit

GSK in Kürze

  • GSK ist im Jahr 2000 durch den Merger von GlaxoWellcome und SmithKline Beecham entstanden.
  • 2009 haben wir mit Pfizer das auf HIV spezialisierte Unternehmen ViiV Healthcare gegründet.
  • Weltweit beschäftigen wir über 99.000 MitarbeiterInnen in über 100 Ländern.
  • Über 12.500 MitarbeiterInnen arbeiten in der Forschung & Entwicklung.
  • Wir forschen zu HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria – die Top 3 Krankheiten laut WHO.
  • Zwischen 2008 und 2012 wurden in Amerika und Europa 23 neue GSK-Medikamente zugelassen.
  • 2012 haben wir £4 Mrd. in Forschung & Entwicklung investiert.
  • Per Ende 2012 waren 30 Hoffnungsträger im späten Forschungsstadium in unserer Pipeline.
  • 87 Fabriken in 34 Ländern produzieren unsere Medikamente, Impfstoffe und Gesundheitsartikel.
  • Jährlich liefern wir über 4 Mrd. Produktpackungen an über 150 Länder weltweit.
  • 80 % von 900 Mio. GSK-Impfstoffen wurden 2012 an Entwicklungsländer geliefert.
  • Bis zum Jahr 2050 wollen wir CO²-neutral sein.