Österreich

11. März 2011

Prostata: (Tabu)Thema für Männer ab 50

– Geschätzte 50 % der 51- bis 60-Jährigen haben BPH,
– Eingeschränkte Lebensqualität, Angst vor OP,
– Fragebogen in wenigen Minuten zu beantworten

Fast jeder Mann ist irgendwann von BPH (Benigne Prostata-Hyperplasie), einer gutartigen, knotenartigen Vergrößerung der Drüsen in der Prostata, betroffen. Bei 51 bis 60jährigen Männern ist es schätzungsweise jeder Zweite, zwischen 81 und 90 Jahren sind es bereits bis zu 9 von 10.1 Abgesehen davon, dass BPH chronisch ist und die Erkrankung fortschreitet, kann es zu Komplikationen und letztlich zur Operation führen. Gerade davor fürchten sich viele Männer, doch bereits bei mittelgradigen Symptomen leiden sie darunter und fühlen sich in ihrer Lebensqualität eingeschränkt.

Dr. Hardo Fischer, Director Medical & Regulatory von GlaxoSmithKline Österreich: „Aus Sicht der Medizin gibt es keinen Grund, die Beschwerden zu verharmlosen oder zu verschweigen. Während man vor zehn Jahren noch beobachtend abgewartet hat (bekannt unter „watchful waiting“) bzw. die Prostata gleich entfernt hat, gibt es mittlerweile eine gute Auswahl an effizienten Medikamenten und Verfahren mit nur minimalen chirurgischen Eingriffen. Die Heilungschancen sind gut, allerdings sollte frühzeitig mit der Behandlung begonnen werden.“

Männer können selbst feststellen, ob sie von BPH betroffen sind
Dozent Dr. Stephan Madersbacher erwähnt in seiner Publikation zu Benigne Prostatahyperplasie2 den Fragebogen IPSS, kurz „Internationale Prostata-Symptomen-Score“, der vom Patienten selbst auszufüllen ist. Abgefragt wird, wie oft der Patient in den letzten 4 Wochen:

  • das Gefühl hatte, die Blase nicht vollständig entleeren zu können,
  • innerhalb von 2 Stunden nach dem letzten Wasserlassen urinieren musste,
  • bemerkt hat, dass der Harnstrahl während dem Wasserlassen mehrmals unterbrochen wurde,
  • Schwierigkeiten hatte, das Wasserlassen hinauszuzögern,
  • einen abgeschwächten Harnstrahl bemerkt hat,
  • pressen oder sich anstrengen musste, um Wasser lassen zu können,
  • nachts durchschnittlich zum Wasserlassen aufstehen musste.


Die Skala reicht von „gar nicht (0)“ bis zu „fast immer (5)“, die letzte Frage kann in Einser-Schritten von „gar nicht (0)“ bis „5mal oder mehr (5)“ beantwortet werden. Ein Gesamtwert von 8 – 20 weist auf ein mäßiges Beschwerdebild hin, alles darüber hinaus sind schwere Beschwerden. Letzteres trifft bereits dann zu, wenn die oben genannten 7 Fragen jeweils mit „ungefähr in der Hälfte der Fälle“ - also mit 3 - beurteilt werden.

Häufig vorkommende, fortschreitende und beeinträchtigende Erkrankung
BPH ist eine häufige, chronische Erkrankung bei älteren Männern. Die Häufigkeit in der männlichen Bevölkerung wird auf über 50 % bei Männern zwischen 51 und 60 Jahren geschätzt und steigt bei Männern zwischen 81 und 90 Jahren an auf bis zu 90%. Mittelschwere bis schwere BPH Symptome haben zwischen 14% und 30% der europäischen Männer.3

Viele Männer mit mittelgradiger BPH fühlen sich durch die störenden Symptome in ihrer Lebensqualität beschränkt. Aufgrund von häufigem und plötzlichem Harndrang leiden sie an unterbrochenen Schlafphasen, eingeschränkten Freizeitaktivitäten, Verschlechterung ihrer engsten Beziehungen, Unruhe und Angst vor Operationen.4,5,6

BPH ist eine progressive Erkrankung7 und kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie akutem Harnverhalt und BPH-bedingter Operation führen.1,8 BPH stellt eine wesentliche soziale und wirtschaftliche Belastung dar.9,10,11

GlaxoSmithKline engagiert sich als eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Gesundheitsunternehmen für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Referenzen:
1 Roehrborn CG et al. The Benign Prostatic Hyperplasia Registry and Patient Survey: study design, methods and patient baseline characteristics BJU Int 2007; 100: 813–9.
2 S. Madersbacher, U.E. Studer. Benigne Prostatahyperplasie, Schweiz Med Forum Nr. 45 vom 6. November 2002 , 1068 -1073
3 Madersbacher S et al. EAU 2004 Guidelines on assessment, therapy and follow-up of men with lower urinary tract symptoms suggestive of benign prostatic obstruction (BPH guidelines). Eur. Urol. (2004); 46: 547-554.
4 Emberton M et al. Benign prostatic hyperplasia as a progressive disease: a guide to the risk factors and options for medical management. Int. J. Clin. Pract. 2008; 62: 18-26.
5 Garraway W et al. Impact of previously unrecognized benign prostatic hyperplasia on the daily activities of middle-aged and elderly men. British Journal of General Practice 1003, 318-321.
6 Mitropoulos D et al. Symptomatic Benign Prostate Hyperplasia: Impact on Partners’ Quality of Life Eur. Urol. 41(2002) 240-245.
7 Crawford ED et al. Baseline Factors as Predictors of Clinical Progression of Benign Prostatic Hyperplasia in Men Treated with Placebo. Journal of Urology 2006; 175, 1422-14.
8 Roehrborn CG. Acute Urinary Retention: Risks and Management. Med Reviews 2005; 7:31–41.
9 Fenter TC, Naslund MJ, Shah MB, et al. The Cost of Treating the 10 Most Prevalent Diseases in Men 50 Years of Age or Older Am J Manag Care 2006.
10 Black L, Naslund MJ, Gilbert TD, et al. An Examination of Treatment Patterns and Costs of Care Among Patients With Benign Prostatic Hyperplasia Am J Manag Care 2006;12:S99-S110.
11 McVary KT. BPH: Epidemiology and Co-morbidities. Am J of Managed Care 2006; 12 (5): 122-128.

Ansprechpartner:
Dipl.-Kffr. Martha Bousek
Corporate Communications & Public Affairs
Tel. 01/970 75-501
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