Österreich

18. Jänner 2011

ViiV-Fund zur Eindämmung der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus

- Anträge für Programme in Zielländern werden entgegengenommen

ViiV Healthcare gab im Dezember 2010  bekannt, dass es neue Anträge für Zuschüsse im Rahmen des „Positive Action for Children Fund“ (PACF) entgegen nimmt.

Der „Positive Action for Children Fund“ wurde im Jahr 2010 mit 50 Mio. £ für 10 Jahre zur weltweiten Vorbeugung der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus und zur Verbesserung des Wohlbefindens von Frauen und gefährdeten Kindern gegründet. Dieses Ziel orientiert sich eng an dem der Weltgesundheitsorganisation und soll dazu beitragen, die Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen - Senkung der Kindersterblichkeit und Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter - zu erreichen.

Der neue Aufruf für Anträge soll Aktivitäten an der Basis auf Community-Ebene anregen, die die Maßnahmen der weltweiten Gemeinschaft zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus (PMTCT für engl. „Prevention of Mother to Child Transmission“) unterstützen.

Der „Positive Action for Children Fund“ bewilligte im Jahr 2010 insgesamt 3,6 Mio. £ für 12 Projekte zur Prävention der HIV-Übertragung von Müttern auf Kinder und damit zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden von Frauen, Kindern und Familien rund um den Globus. Mit der neuen Antragsrunde soll eine breitere Streuung von Organisationen in den 14 Ländern mit der höchsten Priorität für PMTCT-Interventionen erreicht werden, das sind Nigeria, Demokratische Republik Kongo, Uganda, Äthiopien, Kamerun, Mosambik, Simbabwe, Sambia, Malawi, Angola, Burundi, Tschad, Tansania und Indien.

„Die Gesundheit von HIV-infizierten Frauen und Kindern in den am stärksten von der Epidemie betroffenen Ländern stellt immer noch eine der größten medizinischen Versorgungslücken dar, mit der sich die Gemeinschaft konfrontiert sieht,“ so Dr. Dominique Limet, CEO von ViiV Healthcare. „Der PACF soll neue Möglichkeiten für die Unterstützung von Müttern und Kindern in besonders bedürftigen Ländern schaffen. Dabei wollen wir sowohl ein breites Spektrum an Maßnahmen abdecken als auch in die Tiefe gehen.”

AIDS hat sich in den Ländern mit einer hohen HIV-Belastung zu einer führenden Ursache für Krankheit und Todesfälle bei Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter entwickelt. Dem im November 2010 veröffentlichten weltweiten Bericht des Gemeinsamen Programms der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS) zufolge, werden jeden Tag mehr als 1.000 Kinder in der Zeit vor, während und nach der Geburt sowie in der Stillzeit mit HIV infiziert. Trotz der jüngsten Fortschritte bei der Prävention der Mutter-Kind-Übertragung entfallen in der afrikanischen Sub-Sahara-Region mehr als 10 % aller HIV-Infektionen auf Kinder. Diese Situation steht in krassem Gegensatz zu Ländern wie dem Vereinigten Königreich, wo die Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus durch optimale Behandlungs-, Versorgungs- und Präventions-Strategien von 25 % auf unter 1 % gesenkt werden konnte und weiterhin abnimmt.i

„Die neue Ausschreibung für den „Positive Action for Children Fund“ bietet eine einmalige Möglichkeit, Innovationen zu fördern und ein breiteres Spektrum an Projekten und Maßnahmen in den Communitys mit dem größten Bedarf zu unterstützen. Wir hoffen, dass die neuen Kriterien den Organisationen helfen werden, diejenigen Projekte mit der größten Erfolgschance auf eine Unterstützung durch den Fund zu identifizieren und die entsprechenden Anträge einzureichen. Auf diese Weise sollte es uns möglich sein, ein breiteres Spektrum an verschiedenen Community-Gruppen zu unterstützen – und dadurch eine neue Gemeinschaft von Organisationen zu schaffen, die sich gemeinsam dafür einsetzen, Frauen informierte Entscheidungen zu ermöglichen, die HIV-Übertragung auf Babys zu verhindern und mit HIV lebende Kinder und deren Familien zu unterstützen”, so Professor Catherine Peckham, Vorsitzende des PACF-Beirats.

Über die Ausschreibung
Der Fund sieht die folgenden drei Antragstypen und Fristen vor:

  1. Zuschüsse in den Kerngebieten mit überarbeiteten Antragskriterien – basierend auf den Bereichen mit dem größten Bedarf. Diese wurden durch eine Auswertung früherer Anträge und der neuesten Forschungsergebnisse zu den wichtigsten Bedarfslücken bei der PMTCT identifiziert. Der „Positive Action for Children Fund“ bittet um Anträge in den folgenden Bereichen:
    1. Maßnahmen auf Community-Ebene für eine verbesserte PMTCT-Nachbeobachtung (Verringerung der Fälle, die für eine Nachbeobachtung verloren gehen)
    2. Maßnahmen auf Community-Ebene, die die Gleichstellung der Geschlechter in Bezug auf Bildung und Gesundheit fördern
    3. Maßnahmen auf Community-Ebene zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften
    4. Maßnahmen auf Community-Ebene zur Schaffung wirtschaftlicher Möglichkeiten für HIV-infizierte Frauen und deren Familien
    5. Maßnahmen auf Community-Ebene, die dazu beitragen, dass HIV-negative Frauen HIV-negativ bleiben
    6. Maßnahmen auf Community-Ebene, die eine Diagnosestellung im frühen Kindesalter vor Ort ermöglichen.
    Einreichungsfrist für Anträge in den Kerngebieten ist der 4. März 2011
  2. Eine neue Möglichkeit für „kleinere Zuschüsse“ für kleine Organisationen auf Community-Ebene, die in der ersten Antragsrunde keine Unterstützung erhalten haben. Diesen Organisationen sollen sowohl Geldmittel als auch eine technische Unterstützung zur Verfügung gestellt werden. Das Antragsverfahren wurde angepasst und trägt der Entwicklung und den Bedürfnissen dieser Organisationen jetzt besser Rechnung.

    Einreichungsfrist für Anträge auf kleinere Zuschüsse ist der 11. Februar 2011
  3. Ein besonderer Aufruf für Maßnahmen, die sich auf die erkannte große Bedarfslücke in Bezug auf sexuelle Gewalt in der demokratischen Republik Kongo beziehen.

    Einreichungsfrist für diese Anträge ist der 11. Februar 2011

Für weitere Informationen zu den Antragsformen, den Einreichungsfristen und der Einreichung von Anträgen siehe: www.viivhealthcare.com

Über den „Positive Action for Children Fund“
Der „Positive Action for Children Fund“ wurde im Juli 2009 ins Leben gerufen und basiert auf dem langjährigen „Positive Action“-Programm von GlaxoSmithKline aus dem Jahr 1992. Das „Positive Action“-Programm von ViiV Healthcare unterstützt insbesondere Maßnahmen auf Community-Ebene und wird weiterhin weltweite Aktionen unterstützen, die die Herausforderung der HIV-Prävention, die Bekämpfung von Stigmatisierung und Diskriminierung, die Erweiterung von Kapazitäten und eine verbesserte Behandlungskompetenz zum Ziel haben.

Nach ausführlichen Beratungen mit führenden Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), Fachleuten und Politikern in diesem Bereich konzentriert sich der Fund auf Zuschüsse, die die vier Elemente der strategischen Zielsetzung und damit den umfassenden Ansatz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Bereich der Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus unterstützen:

• Verbesserte HIV-Primärprävention bei Frauen im gebärfähigen Alter
• Menschen, die mit dem HI-Virus leben, eine Basis liefern, um in Fragen der Familienplanung angemessen und gleichberechtigt entscheiden zu können
• Interventionen, die eine HIV-Übertragung von infizierten Müttern auf ihre Kinder verhindern
• Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Frauen, die mit HIV leben, sowie deren Kinder und Familien durch eine adäquate Behandlung, Pflege und Unterstützung.

Quelle: i http://www.nshpc.ucl.ac.uk/

Über ViiV Healthcare
ViiV Healthcare ist ein global agierendes, auf  HIV spezialisiertes Unternehmen, das von GlaxoSmithKline (NYSE: GSK) und Pfizer (NYSE: PFE) ins Leben gerufen wurde und sich der Aufgabe widmet, Fortschritte auf dem Gebiet der Therapie und Versorgung für HIV-infizierte Menschen zu erzielen. Ziel ist es, sich stärker als je ein Unternehmen zuvor, in allen Aspekten von HIV/AIDS zu engagieren und neue Ansätze zu finden, um neuartige wirksame HIV-Therapien zu entwickeln und von HIV betroffene Menschen unterstützen zu können. Weitere Informationen finden Sie unter www.viivhealthcare.com.

Über ViiV Healthcare Österreich
ViiV Healthcare wurde Ende 2009 von GlaxoSmithKline (GSK) und Pfizer als gemeinsames
HIV-Unternehmen gegründet. In 16 Ländern wurden eigene Firmenniederlassungen
von ViiV Healthcare gegründet, so z.B. in Deutschland, den USA und in
Großbritannien. In anderen Märkten, darunter auch Österreich, agiert GSK als exklusiver
Distributor und als Franchisepartner für ViiV Healthcare. Weitere Informationen
unter www.viivhealthcare.com & www.glaxosmithkline.at

Ansprechpartner:
Dipl.-Kffr. Martha Bousek
Corporate Communications & Public Affairs
Tel. 01/970 75-501
martha.bousek@gsk.com

Mag. Barbara Masser-Mayerl
Product Manager HIV
Telefon: 0043 1 97075/518
E-Mail: barbara.b.massermayerl@gsk.com

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Key Facts zu GSK weltweit

Key Facts zu GSK weltweit

  • Nr. 2 in Europa, weltweit die Nr. 4
  • größter Impfstoffhersteller
  • führend bei Respiratory, ZNS und Infektionen
  • 96.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 13.000 Forscherinnen und Forscher
  • 150 Projekte in der Pipeline
  • über 20 neue Impfstoffe in der Forschung
  • eine der führenden pipelines der Pharmaindustrie
  • Forschung in den 3 Top-Krankheiten lt. WHO
  • führend beim Zugang zu Medizin
  • 266 Mio. € Spende in 2010
  • in >100 Ländern vertreten
  • Umsatz 2010: 34,1 Mrd. £